Erkenntnisse aus der aktuellen Wirkungsmessung

Wie sich Trailrunning entwickelt und warum das für Graubünden wichtig ist

Trailrunning wächst. Das spürt man auf den Trails, erkennt man beim Blick auf Startlisten und hört man in der Sprache, die Menschen für ihre Bewegung in der Natur finden. Aber was steckt wirklich dahinter? Wir messen es – seit Jahren, systematisch und schweizweit. Die aktuelle Studie liefert klare Antworten – und ein paar Zahlen, die man richtig einordnen muss.

Eine wachsende, aktive Community

33 % der Schweizer Bevölkerung sind affin für Trailrunning und ziehen die Bewegungsform als Reisemotiv für einen Aufenthalt im alpinen Raum in Betracht. Ein Wert, der sich seit zwei Jahren auf diesem Niveau hält. Die Sportart ist kein Trend mehr – sie ist ein fester Bestandteil des Bewegungsrepertoires.
Besonders aufschlussreich: Über ein Viertel der Trailrunner läuft mehrmals pro Woche. Die Kernzielgruppe ist also nicht nur breit, sondern auch aktiv und regelmässig unterwegs.

Was Menschen auf den Trail lockt

Naturerlebnis, Gesundheit und mentale Ausgeglichenheit – das sind die drei meistgenannten Motive. Nicht Wettkampf, nicht Selbstdarstellung. Die Berge als Ort der Regeneration, nicht der Performance. Das ist eine Haltung – und gleichzeitig eine klare Botschaft für die Angebotsgestaltung.

Basisarbeit stärkt Bekanntheit

24% der Befragten kennen graubünden Trailrun zumindest dem Namen nach – gegenüber 31% im Jahr 2024. Eine Zahl, die auf den ersten Blick beunruhigt. Auf den zweiten erklärt sie sich klar: 2024 war kein eigenständiges Kantonsprojekt aktiv. Bekanntheit entsteht nicht von selbst – sie ist das Ergebnis gezielter, konsequenter Projekttätigkeit.

Was das zeigt: Projekte wie graubünden Trailrun wirken messbar. Ohne aktives Projekt keine Reichweite. Das ist kein Risiko – das ist ein Argument für Kontinuität.

Ermutigend dabei: Wer graubünden Trailrun kennt, empfiehlt es weiter. Der Anteil jener, die durch Freunde, Bekannte oder Familie auf das Projekt aufmerksam wurden, ist deutlich gestiegen. Word-of-Mouth funktioniert – wenn das Angebot stimmt.

Ein Blick über den Horizont

42 % der Befragten glauben, Trailrunning gewinnt weiter an Popularität. 38 % sehen die Sportart auf einem Plateau. Beide Sichtweisen haben ihre Berechtigung – und beide sind ein Auftrag: Wachstum ist nicht selbstverständlich, Qualität schon gar nicht.
Die Trailrunner selbst sagen klar, was sie von Graubünden erwarten: Naturschutz und Nachhaltigkeit priorisieren, bessere Infrastruktur schaffen, sichtbar bleiben. Genau daran arbeiten wir.